LKWs und Autobahnstau

LKWs und Autobahnstau

LKWs und der alltägliche Autobahnstau

Jeder Autofahrer kennt es und jeden nervt es: Kaum hat sich eine Schlange hinter einem überholenden LKW nach dessen Einscheren endlich aufgelöst, läuft man schon wieder auf die nächste auf und sieht in der Ferne: das nächste Elefantenrennen. Jetzt endlich (April 2001) hat mal eine Polizeidirektion (Niedersachsen) laut nach einer Mindest-PS-Zahl für LKW und einem generellen Überholverbot für LKW gerufen (s.u.). Und die Bevölkerung ist auch dafür. Aber die Beamten im Verkehrsministerium werden weiterschlafen, genau wie bisher...

An das BundesVerkehrsMinisterium

Date: Wed, 18 Nov 1998 13:24:51 +0100
To: webmaster@bmv.de
From: Lorenz borsche
LBsys@gmx.de
Subject: eMail ans Ministerium?

Lorenz Borsche
Fischergasse 3
69117 Heidelberg

Guten Tag, Webmaster

Lob? Der Site ist schnell und übersichtlich.

Kritik? Der EMIL-Button (nicht Webmaster) fehlt.

Anregung: Nicht nur die damit befassten Beamten, auch ganz normale Leute haben manchmal sinnvolle Ideen. In Betrieben pflegt man ein Vorschlagswesen - warum nicht auch in Behörden (ja, Sie vermuten richtig, auch ich habe eine Idee und würde sie gerne loswerden...)

Vorschlag:
Was jeden Geschäftsmann, der viel mit dem Auto unterwegs ist, nervt, sind nicht die Verzögerungen durch Tempolimits und Baustellen, sondern der alltägliche Wahn der Elefantenrennen (LKW-Überholen), die, selbst bei Ausnutzen hoher Geschwindigkeiten (170 km/h +) die Durchschnittsgeschwindigkeit auf 2-spurigen Autobahnen auf unter 100 Km/h senkt.
[Auf der Strecke Heidelberg/Nürnberg fahre ich alle 2 Wochen zu 'normalen' Zeiten  - zw 7 und 10 Uhr los und zw 17 und 22 Uhr zurück - ca. 200 km. Ich benötige dafür zw 2:15h und 1:45, je nach Elefantenrennen, also zw. 90 km/h und 115 km/h. Größere Teile der Strecke sind limitiert (100/120)]

Meine Behauptung: Alle Geschäftsleute wären mit einem generellen Tempolimit von 130 km/h einverstanden, wenn
- auf 2-spurigen Autobahnen generell LKW-Überholverbot herschen würde
- oder die Mindestgeschindigkeit auf der linken Spur auf 110 km/h festgesetzt würde (kommt fast aufs selbe raus, eliminiert aber auch den mit 95 keuchenden Lieferwagen)

Damit ergäbe sich ein viel besserer Verkehrsfluß, der Durchschnittsgeschwindigkeiten von 120 km/h ermöglichen würde, Fankfurt/Basel wäre in 3 h zu machen etc. Spritsparend wäre das auch, denn besser mit 120 gerollt, als das ewige "Runter auf 80, rauf auf 180"...

Naja, und die Bußgelder für's überschreiten sollten
- in prozentualer Überschreitung (in der Stadt 55 ist genauso schlimm wie statt 130 dann 145)
- angemessen (10%: 50.-, 20% 250) und gleitend
ausfallen.

Noch was: Tempolimits an neuralgischen Punkten (Kreuze, Einmündungen) sollten verkehrsflußabhängig gehandhabt werden. (Neulich bin ich samstags morgens um 7 in eine Falle gefahren, die Mo-FR von 6-22 Uhr ihre Berechtigung hat, aber nachts und am Wochenende halt nicht. So teuer können beleuchtete Schilder mit Lichtschranken und ein bischen Intelligenz drin (Zähler) doch nicht sein....)

Und nun, lieber Webmaster, bitte ich um Weiterleitung ans entsprechende Ressort. Danke

Mit herzlichen Grüssen / Cordially yours
Lorenz Borsche
--------------------------------------
Reaktion? Haha, gar keine J
-------------------------------------
Mehrheit für Lkw-Überholverbot auf Autobahnen Hamburg (dpa)
Eine Mehrheit von 60 Prozent der Deutschen würde am liebsten allen Lastwagen auf Autobahnen das Überholen verbieten. Das hat eine dimap-Umfrage im Auftrag der «Bild»-Zeitung ergeben. Lediglich 36 Prozent der Befragten gaben an, dass sie gegen ein Überholverbot für Lkw sind.
------------------------------------
Polizeigewerkschaft fordert Mindest-PS-Zahl für Lkw
Osnabrück (AP) Eine Mindest-PS-Zahl für Lastkraftwagen und eine Ausweitung von Überholverboten für Brummis auf den Autobahnen hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, gefordert. Der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Dienstagausgabe) sagte Freiberg, angesichts des explosionsartigen Wachsens der Verkehrsströme müsse dafür gesorgt werden, dass auf den Fernstraßen gewisse Mindestgeschwindigkeiten möglich seien. Der Gewerkschaftschef wies darauf hin, dass langsame und überholende Lkw immer häufiger erhebliche Staus verursachten. Vor allem manche ausländische Lastwagen kämen selbst auf leicht ansteigenden Strecken fast zum Stehen. An den Anstiegen müsse deshalb jeder Lastwagen mindestens Tempo 80 fahren können, sagte Freiberg. Ferner müsse geprüft werden, ob nicht auf weit mehr Autobahnabschnitten als bisher Überholverbote für Lkw eingeführt werden sollten.