750 Millionen Jahre Vitamin D

750 Millionen Jahre Vitamin D

Eine kleine Historie – ohne Hysterie

Am Anfang war das Fett.

Vor 750-500 Millionen Jahren entwickelte sich das „Vitamin D“-System in Organismen. Vitamin D3 ist in Wirklichkeit kein Vitamin, sondern ein Secosteroid. Steroide sind Lipide, und sie leiten sich oft vom ersten aller Steroide ab: Cholesterin, einem essentiellen Grundbaustoff unserer Zellwände. Bekannte Steroide sind Östrogen, Testosteron und Kortison, um nur einige zu nennen.

Mit Hilfe des „Vitamins“ D3 konnte erstmalig Kalzium verwertet werden, und von da an waren überhaupt erst steife Skelette möglich. Seitdem nutzen praktisch alle Tiere D3. Tiefseefische nehmen es über ihre Nahrung auf, aber letztlich stammt es aus den Algen, von denen sich der Krill ernährt.

Später entwickelten einige Fische, die näher an der Wasseroberfläche schwammen, die Umwandlung von 7-Dehydrocholesterin in Cholecalciferol (D3) mit Hilfe von energiereichem UV(B)-Sonnenlicht. Als diese Lebewesen, unsere Urururahnen, Landbewohner wurden, gelangte es zu uns.

Der Wert, der aus der Tiefe kommt …

Unsere Leber synthetisiert aus diesem Cholecalciferol dann Calcefediol 25(OH)D3. Die Nieren und viele Körperzellen wandeln das Calcefediol um in die aktive Form, Calcitriol, (1,25(OH)2D3).

Calcitriol ist kurzlebig, aber wichtig für die biochemische Funktion aller Zellen mit einem Vitamin-D-Rezeptor (VDR) - und die meisten unserer Zellen besitzen diesen Rezeptor. Die verschiedenen Formen werden im Allgemeinen einfach als D3 bezeichnet, aber das, was gemeint ist, wenn man von Blutspiegeln spricht, ist immer Calcefediol (25(OH)D3.)

Ohne Fell wird es haarig …

Die Wiege der Menschheit liegt bekanntlich in Afrika, genauer: in Nordtansania. Unsere Vorfahren, die Hominiden, hatten erstaunlicherweise helle Haut Und darüber ein dunkles Fell, ganz so, wie es Schimpansen, unsere genetisch nächsten Verwandten beides heute noch haben.

Als es durch eine Klimaänderung vor vielen Millionen Jahren immer weniger Bäume gab und damit der Regenwald nach und nach zur Savanne wurde, verließen diese Hominiden den Baum als Lebensraum, stiegen hinab und entwickelten den aufrechten Gang.

In der Savanne war der aufrechte Gang hilfreich. Zum einen ermöglichte er es, über die hohen Gräser zu spähen. Zum anderen erwies sich der aufrechte Gang nicht nur als viel effektiver als der Vierfüßlergang, das zweibeinige Laufen erwies sich sogar als die bei weitem effizienteste Art der Fortbewegung.

Der aufrechte Gang hält den Massenschwerpunkt fast unverändert in der gleichen Höhe, was viel Energie spart. Durch ihn entwickelten sich die Menschen zu den besten Ausdauerläufern unter der Sonne. Über eine Distanz von hundert Kilometern können Menschen sogar über Pferde triumphieren.

Das vereinfachte die Jagd immens, beispielsweise beim Erlegen einer Gazelle, einem Tier mit Fluchtreaktion wie dem Pferd, das aber ständig verdauen muss und deshalb nach 2-3 Stunden „Flucht" vor dem geduldig hinter ihm her trabenden Jäger zusammenbricht.

Allerdings muss man beim Laufen seinen Körper viel stärker als sonst durch Schweiß abkühlen können. Also musste unsere Art ihr Fell verlieren. Das aber brachte einen erheblichen Nachteil mit sich: Die helle Haut war in der prallen Äquatorsonne ungeschützt. Damit drohten Sonnenbrand und vor allem Hautkrebs.

Der Mensch überlebt, weil er sich schwarz sieht.

Gegen diese Folgen hilft ein Pigment, das bei Wirbeltieren, wie uns Menschen, in entsprechenden Zellen in der Haut, aber auch in der Aderhaut und Iris des Auges gebildet wird: Melanin (von altgriechisch μέλας mélas „schwarz“).

Höchstwahrscheinlich gleichzeitig mit dem Verlust des Fells entwickelte der Mensch mehr und mehr Schweißdrüsen, mehr und mehr Melanozyten (Pigmentzellen), die mehr und mehr Melanin produzierten, und damit letztlich eine tiefschwarze Haut.

Melanin blockiert UV(A)-Strahlung recht zuverlässig, um die Spezies vor Hautkrebs zu bewahren, aber es lässt immer noch genug UV(B) durch, um einen D3-Spiegel von etwa 46-50 ng/ml D3 im Blut zu erreichen, wenn man am Äquator und auch meist im Freien lebt.

Offenbar wird das von der Natur selbst in einer hochinfektiösen Umgebung als ausreichend angesehen, denn das ist der Wert, den man bei traditionell lebenden Jägern und Sammlern (Hadza und Massai) in Nordtansania, der Wiege der Menschheit, ebenso findet wie bei unseren Vettern aus dem äquatorialen Regenwald, den Schimpansen, die in ihrer natürlichen Umgebung trotz Blätterdach und Fell gute 48 ng/ml haben, auch wegen der hellen Haut unter dem Fell.

Und die Schimpansen sind dafür bekannt, dass sie sich in der Sonne aalen, indem sie auf dem Rücken liegen und ihren weniger behaarten Bauch und die Innenseiten der Oberschenkel dem Sonnenlicht präsentieren.
In Zoos in der westlichen Welt haben sie nur 24 ng/ml, obwohl sie sich die meiste Zeit im Außengehege aufhalten, was auf den hohen geografischen Breitengrad mit seinem niedrigeren Sonnenwinkel zurückzuführen ist, durch den viel weniger UV(B) die Oberfläche erreicht.

Die 50 ng/ml sind als Abwägungsoptimum der Evolution zu verstehen, da damit etwa 95% der Menschen gegen schwere Infektionen wie Grippe etc. gut geschützt sind.

Gegen unbesiegbare Viren wie Ebola und Marburg hatte Mutter Natur eine andere, leider grausame, aber effiziente Abwehr: Bevor der ganze Stamm daran starb, hatte die Buschtrommel schon weitergemeldet, dass es Tote gab, deren Ableben plötzlich und ohne fremde Gewalteinwirkung urplötzlich erfolgte. Das führte dann zur Isolation der Gruppe oder eines Stammes, was die Ausbreitung auf andere Gruppen effizient verhindert und den Virus gestoppt hat.

Die sogenannten Vitamin D Low Responder, die genetisch bei der Verarbeitung von D3 benachteiligt sind (jenseits und außerhalb des Zwei-Sigma-Bereichs der Glockenkurve), hätten zwar gegen die Alltagsinfektionen, also Grippe & Co bei deutlich mehr D3, etwa 100-120 ng/ml, einen gleichguten Schutz wie die „Normalos“ (D3 wird erst weit, weit darüber toxisch), aber …

Fett first

… um so z.B. 99% der Bevölkerung statt nur 95% zu retten, müsste die Evolution einen solch hohen Spiegel für alle aufrechterhalten.

Die Produktion von Vitaminen und Hormonen ist jedoch eine energieaufwendige Aufgabe, sodass die Evolution davon absehen müsste, jedes Fitzelchen nicht anderweitig benötigter Energie in Form von Fett zu speichern. Das tut sie nämlich. Als Allererstes. Denn Fett ist überlebenswichtig in Zeiten von Nahrungsmangel …

Hungersnöte durch regelmäßige jährliche Dürren waren nicht nur damals die häufigste Todesursache. Auch heute noch verursacht Hunger viel mehr Todesfälle als alle Krankheiten der Welt. Daher sind unsere sogenannten „Fettpölsterchen“ eine evolutionäre Vorsichtsmaßnahme gegen Hungersnöte

… und auch Basis für die Synthetisierung und Speicherung von D3, das seinerseits den Menschen schützt – und das sogar vor einer Vielzahl von Risiken. So ist es wesentlich …

Der Mensch ist schneller als die Evolution.

Das Problem ist, dass die Menschheit in den letzten 100.000 Jahren so stark in beide Präventionsmaßnahmen eingegriffen hat, dass die Fettleibigkeit heute trotz anhaltenden Hungers unser massivstes Problem ist, teilweise sogar in armen Gesellschaften.

Schoko statt Schonkost

Die Evolution hat uns leider mit einer unstillbaren Gier nach der Mischung aus Zucker und Fett ausgestattet, einer extrem nahrhaften Kombination, die in dieser Form absolut selten ist und praktisch nur in der Muttermilch vorkommt. Heute aber leider auch in Schokoriegeln, die hauptsächlich aus Zucker und Fett bestehen, sowie Kartoffelchips aus schnellen Kohlenhydraten und wiederum Fett, beides zusammen die Ursache Nr. 1 für Diabetes-II.

Der Zucker lässt den Blutzuckerspiegel viel zu schnell ansteigen und löst damit eine massive Ausschüttung von Insulin aus. Insulin öffnet nun die Fettzellen, um das im Blut befindliche Fett in ihnen zu speichern. Währenddessen ernähren sich die energieverbrauchenden Muskeln vom Zucker, anstatt Fett zu verbrennen. Der Zuckerspiegel im Blut sinkt dann wegen des zu vielen Insulins sehr schnell wieder ab, und das Ergebnis ist Unterzucker, der ein Hungergefühl auslöst, das nach mehr schnellem Zucker verlangt. Ein Teufelskreis – und der Beginn der Fettleibigkeit.

Ein weiter Weg führt weiter weg …

Statt am Äquator und dunkelhäutig zu bleiben, ist die Menschheit gewandert – sowohl weiter in den Süden als auch vor allem in den Norden, wo die Sonne viel weniger scheint. So wenig, dass, sobald der Schatten länger ist als eine Person hoch, d.h. bei weniger als 45° Einstrahlungswinkel, auf Meereshöhe überhaupt kein UV(B) mehr die Erdoberfläche erreicht.

So können wir trotz weißer Haut von Ende September bis Ende März kein D3 synthetisieren – und das, obwohl wir noch ein wenig bräunen. Ursache hierfür ist das langwellige UV(A), das noch durch die Atmosphäre dringt und die Bräunung durch die Bildung von Melanin verursacht.

In großen Höhen über 1.500 m ist das alles etwas anders, da der Weg kürzer und die Atmosphäre weniger dicht ist als auf Meereshöhe.
Vielleicht erinnern Sie sich, dass man früher Tuberkulosekranke nach Davos schickte und sie im Winter mit langen Sonnenbädern behandelte? Jetzt kennen Sie den Grund: D3-Synthese.

Mutter Natur kannte natürlich solche Zeiten des Sonnenmangels auch, aber am Äquator war es den Wolken in den Regenzeiten vorbehalten, UV(B) wirksam zu blockieren. Und für diese paar Wochen hat uns die Evolution einen Speicher zur Verfügung gestellt: Fett.

Wie bereits erwähnt: Fett bindet Cholecalciferol, die Vorstufe, und auch Calcefediol, das im Blut gemessen wird. Aber dieser Speicher ist nicht für sechs Monate UV(B)-Mangel ausgelegt, selbst wenn er bis zum Anschlag gefüllt wäre. Und in den höheren Breitengradenwird dieser Speicher leider auch im Sommer nicht voll.

Junge Leute, die sich täglich mittags in Berlin, Paris oder London eine halbe Stunde unbekleidet sonnen, erreichen Ende August vielleicht 40 ng/ml, aber mit 70 Jahren hat man nur noch 1/3 - 1/4 der Synthesekapazität eines 25-Jährigen, wofür die dünner werdende Unterhautfettschicht aus u.a. Cholesterin neben anderen Alterungsprozessen mitverantwortlich ist.
Außerdem, und das ist ein weiterer Nachteil solch intensiver Sonnenbäder, kann man bei einem so hohen Anteil an ungefiltertem UV(A)-Licht weißen Hautkrebs bekommen. Diese Krebsform ist fast immer UV(A)-induziert - von den Falten im Gesicht ganz zu schweigen.
Als Ü60-er weiß ich das, denn ich hatte beides: die gerade mal schwachen 32 ng/ml nach drei Monaten exzessiven 2-3-stündigen Sonnenbadens im wolkenlosen Sommer 2016 - und später das Basaliom auf der Stirn.
Hier liegt also ein echtes Dilemma vor. Aber es lässt sich heute ganz einfach lösen.

Die Lösung liegt im Fachhandel.

Inzwischen haben die Menschen längst die Savanne verlassen und nebst dem aufrechten Gang vor allem ein in der gesamten Tierwelt einzigartiges „Jagdinstrument“ entwickelt: das Großhirn. Und so wie der aufrechte Gang half, die großen Weiten zu überblicken, hilft das Großhirn, die großen Zusammenhänge im Kleinsten zu verstehen. Daraus entwickelte sich die vielleicht beste Waffe der Menschheit: die Forschung.

Ihr haben wir nicht nur die vielen Erkenntnisse über unsere Evolution, Physiologie, Biologie etc. zu verdanken, sondern auch das Wissen, wie wir Potenziale steigern, Defizite mindern und Gefahren abwehren können.

In unserem konkreten Fall bedeutet das, dass es der Forschung gelungen ist, immer bessere und auch günstigere Produkte zu entwickeln und sie zu produzieren: Vitamin D3-Tabletten für die tägliche Einnahme (5.000-10.000 IE) sowie, wenn wir das Haus verlassen, Sonnenschutzmittel (Faktor 50).

Diese Produkte schirmen uns zum einen gegen den Hautkrebs ab, wodurch wir genauso gut geschützt sind wie unsere tiefschwarzen Vorfahren am Äquator; zum anderen statten sie uns immunologisch genauso gut aus, wie diese es von Natur aus waren mit ihren ~50 ng/ml.

Hautsache Ernährung

Wie konnten wir dann mit dunkler Haut auf der Nordhalbkugel überleben?

An den Küsten:viel (Kaltwasser-)Fisch essen, deshalb kommen die Ureinwohner des Nordens (Inuit/Yuppik) praktisch ohne UV(B) aus.
Im Landesinneren:Fleisch (vor allem Leber enthält Vitamin D) und auch nahrhaftes Fett (der D3-Speicher). Das ging aber auch nur so lange, solange es wenige Menschen gab. Die heutige Bevölkerung könnte sich nicht von freilaufenden Mammut- oder Bisonherden ernähren.

Die Haut, die wir heutzutage als „weiß“ bezeichnen, entstand nämlich erst im Laufe der letzten 5-10.000 Jahren. „Ötzi", die 5.300 Jahre alte Gletschermumie, würde nach heutiger Lesart eher als „Person of Colour“ wahrgenommen.

Heute versucht man außerdem fettes Fleisch zu vermeiden, isst selten Rinderleber, und die Kühe werden in Ställen gehalten und mit Mais statt mit Gras gefüttert. Deshalb wird ihnen von klugen Bauern D3 bis zu einem Wert von 70 ng/ml zugeführt, um die Nachkommenschaft nicht zu gefährden.

Und die Kälber, die ohne Sonnenlicht aufgezogen und mit pasteurisierter Milch gefüttert werden, haben nicht mehr als 15 ng/ml, weshalb auch sie von den Bauern supplementiert werden.

Gibt Ihnen Ihr Hausarzt auch D3? Der Unterschied mag sein, dass der Landwirt Geld verliert, wenn er sein Vieh nicht so gesund wie möglich hält.
Übrigens: Weidevieh hat kein D3-Problem, denn D3 ist in verschiedenen Gräsern und Pflanzen auf der Wiese enthalten, das die Bauern sogar gezielt aussähen. Klassisches Stallvieh indes hat einen D3-Mangel, denn im heutzutage so populären Futtermais – wie auch in unserer Nahrung* – ist so gut wie kein D3 vorhanden.
* Eine Ausnahme wäre, Sie äßen jeden Tag eine große Portion Kaltwasserfisch. Die aber dürfte erstens in gewissen Landesteilen nur schwer zu bekommen und für die meisten von uns in der Menge kaum zu bezahlen sein.
Mit der Umstellung der Ernährung auf den Ackerbau verlor die Menschheit ihre tierischen D3-Quellen. Die Entwicklung immer hellerer Haut war da eine natürliche Folge. Leider per grausamer Auslese….

D3? In unseren Breiten alles andere als 1A…

Trotz nun heller Haut dümpeln wir in Europa mit einem Jahresdurchschnitt von unter 20 ng/ml D3 herum. Im infektionsreichen Winter sind es oft nur 12 ng/ml oder noch weniger, z. B. in Seniorenheimen, wo D3-Werte von deutlich unter 10 ng/ml im Winter leider nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Generell fühlen sich Grippeviren bei solch niedrigen Werte sehr willkommen, während sie sich im Sommer zurückhalten, wenn der Durchschnittswert auf 23 ng/ml ansteigt.

Ob da ein Zusammenhang besteht mit den Todesfällen während der Covid-19-Pandemie, vor allem im Winter und vor allem unter Senioren, die Frage darf sich jede/r selbst beantworten.
Das Gleiche gilt natürlich auch für die Grippe – und als die Grippeimpfstoffe im Winter 2017/18 auf die falschen Viruslinien abzielten, hatten wir in Deutschland etwa 1/3 so viele Grippetote wie durch Corona im ersten Covid-19-Winter (25.000 vs. 80.000).
In beiden Fällen hätten es auch nur ein paar Tausend sein können, wenn alle, vor allem die Älteren, auf einem D3-Spiegel von 50 ng/ml anstatt des mageren Levels von 20 ng/ml gehalten worden wären – einem Wert, den ein Landwirt bei seinem Vieh niemals akzeptieren würde –, aber den die Ärzteschaft in großer Mehrheit auch für vulnerable Menschen für ausreichend hielt und hält.

Der saisonale Effekt, also jene Schwankungen zwischen den Höchst- und Niedrigstwerten bei Grippe sind weltweit gleich, d. h.: auf der Südhalbkugel verlaufen die Wellen genau umgekehrt zu unseren – und auf halbem Weg zum Äquator, z. B. in Nordafrika, nur halb so stark wie in England. Folgerichtig gibt es diese regelmäßigen Schwankungen am Äquator nicht. Die einzigen Spitzen von Grippe zeigen sich dort nur in der Regenzeit.

Bessere Werte im Einklang mit der Natur

Der natürliche Spiegel von 50 ng/ml würde uns auch - in Kombination mit der modernen Medizin sowie Co-Faktoren wie Vitamin K2, Vitamin C, A und E, Zink, Selen, Magnesium und Jod (die ebenfalls ergänzt werden sollten) - vor 50 % bis über 80 % vieler, vieler anderer Krankheiten bewahren, die die Menschheit plagen.

Etliche davon bezeichnen wir als „Autoimmun-Krankheiten“, die durch lang anhaltende, so genannte „stille" Entzündungen entstehen und mit einem erhöhten Spiegel von Entzündungsmarkern (z.B. CRP) einhergehen, wie Diabetes I (und II), rheumatische Arthritis, Multiple Sklerose, Psoriasis, Alzheimer und Parkinson und alle Arten von Krebs wie Dickdarm-, Prostata- und Brustkrebs, auch Lupus erythematodes, Allergien, Migräne und Cluster-Kopfschmerzen sowie Athero-/Arteriosklerose, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) führt.

Und, wie gesagt, ein guter D3-Spiegel kann uns auch vor den schweren Verläufen und Todesfällen einer Corona-Infektion bewahren.

Die PISA-klugen Finnen z.B. reichern Nahrungsmittel mit D3 an und konnten zwischen 2005 und 2020 den Calcefediol-Spiegel der Bevölkerung von 18 ng/ml – das ist ungefähr unser heutiger Durchschnittswert – auf 38 ng/ml mehr als verdoppeln. Finnland hat nach Island, Norwegen und den Faröer Inseln (alle mit viel Fischkonsum) von allen westeuropäischen Ländern die niedrigsten Zahlen.

Und der Unterschied ist dramatisch: 600 Covid-Tote pro 1 Million Einwohner, während z.B. Frankreich, England und Belgien deutlich über 2.000, Polen sogar über 3.000 verzeichnen.

Wenn Sie nicht glauben, dass das etwas mit D3 zu tun hat, sehen Sie sich zum Beispiel diese Studien an:

A Basic Review of the Preliminary Evidence that COVID-19 Risk and Severity is Increased in Vitamin D Deficiency (https://www.frontiersin.org/article/10.3389/fpubh.2020.00513/full)

sowie

COVID-19 Mortalitätsrisiko korreliert umgekehrt mit dem Vitamin-D3-Status, und eine Sterblichkeitsrate nahe Null könnte theoretisch bei 50 ng/mL 25(OH)D3 erreicht werden

(Nutrients 2021, 13(10), 3596; https://doi.org/10.3390/nu13103596)

Noch mehr Studien, noch mehr zu D3 sowie weiteren essenziellen Nahrungsergänzungsstoffen finden Sie in meinem Buch: „Nahrungsergänzung im Selbstversuch“ (https://www.genialokal.de/Produkt/Lorenz-Borsche/Nahrungsergaenzung-im-Selbstversuch_lid_44110839.html)

Darin finden Sie auch Informationen, mit deren Hilfe sie sich bestens selbst schützen können. Es liefert Ihnen jede Menge Munition für Ihre stärkste Waffe, Ihr Großhirn. Machen Sie einfach Gebrauch davon. Tun Sie ja sonst auch.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie noch viel Historie haben – ganz ohne Hysterie. Oder in einem Wort:

Gesundheit.

Lorenz Borsche, April 2022